Herstellung der homöopathischen Mittel

Die homöopathischen Arzneimittel werden aus pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Auszügen hergestellt, verdünnt und nach bestimmten Regeln geschüttelt, um Nebenwirkungen auszuschließen.

Die Mittel wirken, paradoxerweise, umso stärker, je verdünnter sie sind.
Verdünnen und Verschütteln macht die Arznei also stärker, „potenziert“ sie.

Urtinktur Ø
Bei den wasserlöslichen Substanzen (z. B. die Küchenzwiebel, homöopathisch: Allium Cepa) wird das Rohmaterial zunächst für 2-4 Wochen in eine Alkohollösung oder Quellwasser eingelegt. Die so gewonnene Flüssigkeit wird Urtinktur genannt. Sie ist die Basis zur Herstellung der Verdünnungen (Potenzierung).

Potenzierung
Es werden verschiedene Skalen zur Verdünnung der Urtinktur eingesetzt. Am gebräuchlichsten sind die Dezimal-Skala (D) mit einem Verdünnungsfaktor 1:10 und die Centesimal-Skala (C) mit einem Verdünnungsfaktor von 1:100.
Zwischen den Verdünnungsschritten wird die jeweilige Lösung zehnmal auf dem Daumenballen (Herr Dr. Hahnemann selbst hat dafür ein ledergebundenes Buch verwendet) geschüttelt.

Um z. B. eine C1-Potenz herzustellen, wird ein Teil der Urtinktur mit 99 Teilen einer Alkohollösung oder Quellwasser gemischt und zehnmal auf den Daumenballen geschüttelt. Somit ist eine C1 entstanden. Um eine C2-Potenz herzustellen, wird ein Teil der C1-Potenz mit 99 Teilen einer Alkohollösung oder Quellwasser vermischt und geschüttelt.

Die Zahl der Potenzen gibt an, wie oft die Urtinktur verdünnt wurde.
Anschließend werden Globuli oder Tabletten (die oft aus Milchzucker bestehen) mit der fertigen Verdünnung benetzt und in dunklen Glasfläschchen aufbewahrt. Bei einer Laktoseintoleranz ist es sinnvoll, eine Flüssigpotenz zu verwenden, denn sie wird (nachdem die gewünschte Potenz hergestellt wurde) nur noch mit Alkohol aufgefüllt.


 
 

Kontakt


Heilpraktikerin Rosa Maria Grau


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